Ein Appell an die Zweifler
Wenn sich heute viele Menschen unbeschützt und orientierungslos fühlen, dann liegt es vielleicht daran, dass sie sich nicht „führen“ lassen wollen... Man weiß wohl, dass es sehr wahrscheinlich einen Gott gibt. Ob man sich aber in der Not auch wirklich an Ihn wenden kann, da ist man sich nicht so sicher. Vielleicht liegt es daran, dass man sich in Zeiten, wo es einem gut ging, kaum der möglichen Präsenz eines Gottes bewußt war und ist. Wer sich nur in Zeiten der Not an Gott wendet, braucht sich dann auch nicht wundern, wenn Bitten an ihn unbeantwortet bleiben.
Wer sich aber Gottes ständiger Anwesenheit bewußt ist und daher im täglichen Leben nach Seiner Lehre lebt und handelt, dessen Bitten werden sicher erhört werden, vorausgesetzt, sie sind für die Entwicklung der Seele nicht nachteilig.
Ein Gottvertrauen kann aber nicht von heute auf morgen aufgebaut werden, es muß wachsen. Hat man erst eine stabile Basis erreicht, kann man vielleicht weiterreichende Bitten äußern, die über das „Normale“ hinausgehen. Wie das Vertrauen so die Ergebnisse.
Nicht alles, um was wir bitten, ist vorteilhaft für uns. Da Gott unsere Zukunft kennt, wird Er nur solche Bitten erhören, die uns in der geistigen Entwicklung weiterbringen. Es geht Gott immer in erster Linie um unser Seelenheil.
Schmerzen aller Art sind eine wirksame Medizin für die Seele, speziell für Menschen, die vor lauter Geschäftssinn und rein materiellem Denken und Handeln das Geistige gänzlich vergessen.
Gott hat keinen Gefallen daran, wenn Menschen leiden. Wenn sie aber nur durch Schmerzen und Krankheiten zum Nachdenken gebracht werden können, dann werden diese zugelassen.
JESUS spricht: "Ich bin der Oberarzt aller Ärzte, kein weltlicher Arzt kennt den menschlichen Körper so wie Ich, und keiner kennt die Ursachen für die verschiedenen Krankheitssymptome so wie Ich, wer aber zu den weltlichen Ärzten mehr Vertrauen hat denn zu Mir, der muß halt mit den Folgen leben"! Gibt es daran etwas zu bezweifeln ?
Das Gleichnis vom "Verlorenen Sohn" gilt für uns alle. Menschen, die einmal tief fallen und als Seele wie Phönix aus der Asche steigen, sind dann gestärkt für große Aufgaben im Reich der Geister. Solchen Seelen kann niemand mehr etwas vormachen. Sie erkennen die Verlockungen Satans und widerstehen diesen. Es kommt nicht darauf an, wie tief jemand fällt. Wichtig ist, dass man Fehler erkennt und daraus lernt. Dazu gehört auch ein tiefes Bereuen, wenn man anderen Menschen Schaden zugefügt hat.
Wir sind hier um zu lernen und Erfahrungen zu machen. Bekanntlich werden Lernprozesse dadurch beschleunigt. Wir sind mit einem „Vorsatz“ – man könnte auch sagen mit einer Bestimmung - hierher gekommen. Diese kennen wir meist nicht. Aber Wesenheiten, die uns von der Geburt bis zum Tode begleiten, können uns dabei lenken, das zu erkennen und zum Ziel zu führen.
Das ist für diese Wesen eine riesige Aufgabe, denn wir können sie nicht hören. Wir können aber lernen zu spüren, wie sie uns mit Geduld und kleinen oder größeren Hindernissen begleiten. Wenn wir auf unsere innere Stimme hören, sind wir auf dem richtigen Weg.